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Die Arbeitslosigkeit ist 2018 im Vergleich zu 2017 über alle Qualifikationsniveaus hinweg gesunken
15. Oktober 2019
Das Arbeitslosigkeitsrisiko hängt eng mit der Qualifikation zusammen. Je niedriger diese ist, desto schwieriger ist die Position auf dem Arbeitsmarkt. 2018 sind bundesweit 17,4 Prozent der Geringqualifizierten ohne Arbeit (2017: 17,9 %). Diese Gruppe bildet gut die Hälfte aller Arbeitslosen. Besser ist die Beschäftigungssituation bei Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Hier beträgt die Arbeitslosenquote 3,4 Prozent, einen halben Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Die Perspektive für Akademiker bleibt am besten. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte gesunken und liegt mit 2 Prozent weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die Gesamtquote für 2018 beläuft sich auf 5,3 Prozent und hat damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie im PDF-Dokument Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten.
Regionale Arbeitsmarktprognose für 2020: Beschäftigung nimmt nur noch leicht zu
26. September 2019
Mit einem prognostizierten Anstieg von 1,9 Prozent wird in Berlin die mit Abstand höchste relative Beschäftigungszunahme für das Jahr 2020 erwartet. Im Saarland, in Thüringen und in Sachsen-Anhalt dagegen stagniert die Beschäftigungsentwicklung. Der prognostizierte Zuwachs in den übrigen Bundesländern liegt nahe am bundesweiten Durchschnitt. Für Deutschland wird erwartet, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Jahr 2019 um 251.000 steigt, was einer relativen Zunahme von 0,7 Prozent entspricht. Dabei wird für Ost- und Westdeutschland im Schnitt eine nahezu gleiche Entwicklung prognostiziert (West: +0,7 %, Ost: +0,8 %).
Ausführlichere Informationen finden Sie im Beitrag Regionale Arbeitsmarktprognosen (Stand: Herbst 2019). Die Prognosen werden vom Regionalen Forschungsnetz (RFN) des IAB erstellt und erscheinen halbjährlich im IAB-Forum.
Betriebe nennen unterschiedliche Gründe für Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung
28. August 2019
Bei rund einem Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen im Jahr 2018 war der Stellenbesetzungsprozess aus betrieblicher Sicht schwierig, weil es zu wenige Bewerber gab. Bei 24 Prozent resultierten die Schwieigkeiten aus einer unzureichenden Qualifikation der Bewerber. In 16 Prozent der Fälle waren die Lohn- bzw. Gehaltsforderungen der Bewerber nach Angaben der Betriebe zu hoch, bei 15 Prozent waren die Bewerber nicht bereit, die gegebenen Arbeitsbedingungen zu erfüllen. Bei allen diesen Gründen ist 2018 im Vergleich zu den Vorjahren ein tendenzieller Anstieg zu sehen. Diese Angaben basieren auf Daten der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland.
IAB-Arbeitsmarktbarometer Juli 2019: Gegenwind wird stärker
2. August 2019
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juli um 0,6 Punkte gefallen. Der Frühindikator des IAB weist mit 101,6 Punkten zwar noch einen positiven Stand aus, ist aber gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die Arbeitslosigkeitskomponente ist um 0,4 Punkte auf 98,1 Punkte zurückgegangen. Dies deutet auf saisonbereinigt steigende Arbeitslosenzahlen in den kommenden Monaten hin. Die Beschäftigungskomponente ist im Juli mit 105,2 Punkten noch immer deutlich im positiven Bereich. Gegenüber dem Vormonat gab es allerdings einen Rückgang um 0,8 Punkte. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.
IAB-Arbeitsmarktbarometer Juni 2019: Arbeitslosigkeit steigt
2. Juli 2019
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juni um 0,6 Punkte gefallen. Der Frühindikator des IAB weist mit 102,1 Punkten zwar noch einen guten Stand aus. Die Arbeitslosigkeitskomponente ist allerdings abermals deutlich (um 0,9 Punkte) auf nunmehr 98,3 Punkte zurückgegangen und zeigt saisonbereinigt steigende Arbeitslosenzahlen in den kommenden Monaten an. Die Beschäftigungskomponente ist im Juni um 0,2 Punkte gesunken. Der aktuelle Stand von 106,0 Punkten lässt aber weiter steigende Beschäftigungszahlen erwarten. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.
IAB-Arbeitsmarktbarometer April 2019: Arbeitsmarkt bleibt stabil
2. Mai 2019
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hält im April das Niveau des Vormonats. Der Frühindikator des IAB lässt mit einem Stand von 103,1 Punkten weiterhin eine gute Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten erwarten. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer setzt sich aus einer Beschäftigungs- und einer Arbeitslosigkeitskomponente zusammen. Während sich erstere mit einem Anstieg um 0,1 auf 106,5 Punkte auf einem weiterhin sehr hohen Niveau bewegt – und damit einen deutlichen Beschäftigungsaufbau indiziert, bleibt letztere mit 99,8 Punkten in einem Bereich, der weder einen stärkeren Rückgang noch einen stärkeren Zuwachs der Arbeitslosigkeit signalisiert.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.
IAB-Arbeitsmarktbarometer: Abbau der Arbeitslosigkeit gerät ins Stocken
27. März 2019
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im März zum vierten Mal in Folge gefallen. Der Frühindikator des IAB gab gegenüber dem Vormonat um 0,3 Punkte nach. Der Stand von 103,0 Punkten lässt aber noch immer eine gute Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten erwarten. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer setzt sich aus einer Beschäftigungs- und einer Arbeitslosigkeitskomponente zusammen. Während sich erstere trotz eines Rückgangs um 0,2 Punkte weiterhin auf einem sehr hohen Niveau von 106,2 Punkten bewegt, geht letztere um 0,6 Punkte auf 99,7 Punkte zurück und liegt damit erstmals seit drei Jahren nicht mehr im positiven Bereich.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.
IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mehr Beschäftigung trotz geringerem Wirtschaftswachstum
27. Februar 2019
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 103,4 Punkte gefallen. Der aktuelle Stand des Frühindikators des IAB lässt damit aber weiterhin eine positive Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten erwarten. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer setzt sich aus einer Beschäftigungs- und einer Arbeitslosigkeitskomponente zusammen. Während erstere auf einem sehr hohen Niveau von 106,5 Punkten verharrt, liegt letztere nach einem neuerlichen Rückgang um 0,3 Punkte mittlerweile mit 100,3 Punkten nur noch leicht im positiven Bereich.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.
Mit der Umstellung auf Elektroautos wird das Arbeitsvolumen in der Autoindustrie schrumpfen
6. Dezember 2018
1.244 Millionen Arbeitsstunden wurden 2017 in der deutschen Autoindustrie geleistet. Angesichts der steigenden Produktivität ist künftig mit einem schrumpfenden Arbeitsvolumen zu rechnen. Bei einer bloßen Fortschreibung bisheriger Trends (Basisszenario) ist bis zum Jahr 2035 ein Rückgang um 56 Millionen Arbeitsstunden (4,5%) zu erwarten. Unter der Annahme, dass die Umstellung auf Elektroautos in den kommenden Jahren forciert wird und deren Anteil bis zum Jahr 2035 auf ein knappes Viertel (23%) der Neuzulassungen steigen wird, fällt der Rückgang deutlich stärker aus. Im Elektromobilitäts-Szenario wird daher für 2035 ein um 178 Millionen Stunden (14,3%) niedrigeres Arbeitsvolumen prognostiziert.
Lesen Sie mehr dazu im IAB-Forschungsbericht 08/2018.