Alle unter „Grafik Aktuell“ erschienenen Abbildungen
Personalsuche – Persönliche Kontakte führen am häufigsten zum Erfolg
15. August 2018
Gefragt nach dem Weg, der bei der Personalsuche im letzten Jahr maßgeblich zur Besetzung einer Stelle führte, gaben die Betriebe an, dass 31 Prozent aufgrund von persönlichen Kontakten zustande kamen. Weitere wichtige Stellenbesetzungswege aus betrieblicher Sicht sind unterschiedliche privatwirtschaftliche Stellenbörsen im Internet (14 %) sowie der Kontakt zur Arbeitsagentur oder das Stellenangebot auf der eigenen Homepage mit jeweils 12 Prozent.
Diese Angaben basieren auf Daten der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland.
Langzeitarbeitslose – Zuverlässigkeit ist Betrieben wichtiger als fachliche Qualifikation
18. Juni 2018
Aktuell suchen viele Betriebe nach Fachkräften, und manche Stellen bleiben längere Zeit unbesetzt, obwohl im Jahresdurchschnitt 2018 voraussichtlich gut 2,3 Millionen Menschen arbeitslos sind. Die IAB-Stellenerhebung zeigt hier die betriebliche Sicht auf langzeitarbeitslose Bewerberinnen und Bewerber: Welche Eigenschaft spielt bei der Einstellung die wichtigste Rolle? Die Befragung zeigt unter anderem, dass vor allem die Zuverlässigkeit einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Mit deutlichem Abstand folgen fachliche Qualifikation und Arbeitsmotivation. Andere Aspekte spielen eine eher untergeordnete Rolle.
Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 12/2018.
Das Insolvenzrisiko der Beschäftigten ist eher gering, aber ungleich verteilt
22. Mai 2018
Das Risiko, als Arbeitnehmer von einer Insolvenz betroffen zu sein, ist insgesamt eher gering und lag im Zeitraum 2008 bis 2013 bei durchschnittlich 0,7 Prozent pro Jahr (vgl. Abbildung). Je nach Betriebsgröße, Betriebsalter und Branche ist das Insolvenzrisiko allerdings sehr ungleich verteilt. So sind etwa Beschäftigte in kleineren und jüngeren Betrieben oder im Bau- und Gastgewerbe häufiger betroffen als andere. Außerdem sind die Folgen eines Beschäftigungsverlusts aufgrund einer Insolvenz – jenseits der unmittelbaren Verluste etwa in Form nicht gezahlter Löhne – für Arbeitnehmer auch mittelfristig deutlich spürbar.
Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 5/2018.
Ein Viertel der Beschäftigten arbeitet in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial
26. Februar 2018
Computer und computergesteuerte Maschinen könnten heute berufliche Tätigkeiten übernehmen, bei denen der Mensch bisher als nicht ersetzbar galt. Dieses sogenannte Substituierbarkeitspotenzial der Berufe hat seit 2013 zugenommen und betrifft immer mehr Beschäftigte. Waren damals noch rund 15 Prozent (4,4 Millionen) der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial beschäftigt, steigt dieser Anteil im Jahr 2016 auf gut 25 Prozent (7,9 Millionen). In diesen Berufen sind über 70 Prozent der Tätigkeiten potenziell substituierbar. Allerdings ist bislang völlig offen, unter welchen Umständen diese Substituierbarkeitspotenziale ausgeschöpft werden. Die berechneten Werte stehen lediglich für das technisch Machbare, also für die theoretische Möglichkeit einer Substitution von beruflichen Tätigkeiten.
Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 4/2018.
IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand
12. Februar 2018
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im Januar den bisherigen Rekordstand aus dem Jahr 2011 wieder erreicht. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 105,0 Punkte. Damit zeigen sich sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten. Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Website des IAB.
Kürzere und flexiblere Arbeitszeiten halten Beschäftigte länger im Betrieb
25. Januar 2018
Mit dem demografischen Wandel gewinnt die Beschäftigung Älterer in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Die IAB-Stellenerhebung vom vierten Quartal 2015 zeigt, dass rund ein Drittel der Betriebe mit rentenberechtigten Mitarbeitern versucht, ein Viertel dieser Mitarbeiter länger im Betrieb zu halten. Von den Betrieben, denen es gelungen war, rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten, gab die überwiegende Mehrheit an, kürzere Arbeitszeiten hätten zum Erfolg geführt. An zweiter Stelle der erfolgreichen Maßnahmen steht die Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 16/2017.
Große Betriebe punkten mit höheren Löhnen
19. Dezember 2017
Die Einstiegslöhne bei Neueinstellungen unterscheiden sich deutlich nach Anforderungsniveau der Stelle – aber auch nach Betriebsgröße. Während neu eingestellte Akademiker 2016 einen Stundenlohn von deutlich über 20 Euro erhielten, lag der Wert für Ungelernte mit durchschnittlich 10 Euro nur etwa 1,50 Euro über dem Mindestlohn von damals 8,50 Euro/Stunde. Dabei zahlen Großbetriebe vor allem qualifizierten Kräften höhere Löhne als kleine und mittlere Betriebe. Hinzu kommt, dass die niedrigeren Einstiegslöhne in Kleinbetrieben nicht etwa durch bessere Arbeitsbedingungen kompensiert würden. Vielmehr gehen die höheren Einstiegslöhne in Großbetrieben mit weitestgehend besseren Arbeitsbedingungen einher.
Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 18/2017.
Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit
27. Oktober 2017
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat 2016 den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen aber immer noch deutliche Unterschiede, auch wenn der Osten den Rückstand weiter verringern konnte. Im Osten wie im Westen hängt das Risiko, arbeitslos zu sein, eng mit der Qualifikation zusammen: Je niedriger diese ist, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt. Von den Personen ohne Berufsabschluss war 2016 bundesweit fast jeder Fünfte ohne Arbeit, im Osten waren es sogar knapp 30 Prozent. Dagegen konnten vor allem beruflich Qualifizierte in beiden Landesteilen von der guten Arbeitsmarktlage profitieren und die Arbeitslosenquote der Akademiker bleibt auf niedrigem Niveau.
Ausführliche Tabellen und eine Zeitreihengrafik zu den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten von 1975 bis 2016 finden Sie hier.
Je nach Region führt die Digitalisierung zu unterschiedlichen Herausforderungen
13. September 2017
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt die Regionen vor unterschiedliche Herausforderungen. In Deutschland haben im Jahr 2015 etwa 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem Beruf gearbeitet, der ein hohes Substituierbarkeitspotenzial aufweist (Buch/Dengler/Matthes 2016). Das heißt, dass mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten in diesem Beruf bereits heute durch Computer oder computergesteuerte Maschinen übernommen werden könnten. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in einem dieser Berufe arbeiten, variiert je nach Region erheblich zwischen 5,6 Prozent in Potsdam und 35,7 Prozent im Kreis Sonneberg. Die Unterschiede lassen sich durch die spezifische Berufs- und Wirtschaftsstruktur in den einzelnen Regionen erklären. Je größer die Bedeutung des Verarbeitenden Gewerbes in einer Region ist, desto höher ist der Anteil der Beschäftigten in einem Beruf mit einem hohen Substituierbarkeitspotenzial. Lesen Sie mehr darüber im IAB-Kurzbericht 14/2016.