Die Grafik ist eine Kombination aus einem Kreis und einem gestapelten Balkendiagramm. Das Kreisdiagramm zeigt den Anteil der ehemaligen TaAM-Geförderten in Prozent nach Art des Endes der Förderung mit den drei Ausprägungen: Förderung ohne direkte Übernahme vor Ablauf des Vertrages beendet, Förderung ohne direkte Übernahme mit Ablauf des Vertrages beendet und Förderung mit direkter Übernahme beim gleichen Arbeitgeber beendet. Daneben sind drei gestapelte Balken abgebildet, wobei sich jeder Balken auf ein anderes Kreissegment des Kreisdiagramms bezieht. So zeigen die Balken die Anteile der Personen mit den verschiedenen Förderdauern innerhalb einer Gruppe mit demselben Förderende. Die Förderdauer hat drei Kategorien: bis einschließlich 2 Jahre, über 2 bis unter 5 Jahre und 5 Jahre. Bei Geförderten mit direkter Übernahme ist eine Förderdauer von 5 Jahren mit einem Anteil von 81% besonders häufig. Die Daten der Darstellung stammen aus dem IAB-Panel „Lebensqualität und Teilhabe“ und der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und beziehen sich auf das Jahr 2025. Herausgeber der Grafik ist das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung.

Mit dem Förderprogramm „Teilhabe am Arbeitsmarkt ” (TaAM) nach § 16i SGB II sollen Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen verbessert werden. Es unterstützt Betriebe, die förderberechtigte Leistungsbeziehende für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung neu einstellen, für maximal fünf Jahre. Die geförderten Beschäftigten werden dabei durch ein Coaching begleitet. In den ersten beiden Jahren erhalten die Unternehmen einen Lohnkostenzuschuss von 100 Prozent, danach sinkt dieser bis zum fünften Förderjahr jährlich um 10 Prozentpunkte.

Auf Basis der Befragung „Lebensqualität und Teilhabe“ (Hülle et al. 2026) liegen erstmals Informationen über TaAM-Geförderte vor, die die maximale Förderdauer von fünf Jahren durchlaufen haben. Es zeigt sich, dass eine direkte Übernahme in ungeförderte Beschäftigung bei Ausschöpfung der maximalen Förderdauer signifikant häufiger gelingt: 81 Prozent der Geförderten, die von ihrem Betrieb direkt übernommen wurden, waren die vollen fünf Jahre in der Förderung. 12 Prozent hatten eine mittlerer Förderdauer, bei lediglich 7 Prozent dauerte die Förderung weniger als zwei Jahre. Von den Beschäftigten, deren Förderung ohne direkte Übernahme mit Ablauf des Arbeitsvertrages endete, wurden knapp zwei Drittel (61 %) fünf Jahre gefördert. Bei den Geförderten, die die Förderung ohne direkte Übernahme und vor Ablauf des Vertrages beendet haben, halten sich die kurze und die mittlere Förderdauer fast die Wage (55 % bzw. 45 %).

Auch wenn hier beim Übergang in Beschäftigung ausschließlich direkte Anschlussbeschäftigungen beim ehemaligen Förderbetrieb deskriptiv betrachtet wurden, gibt die Grafik einen ersten Hinweis auf die mögliche Bedeutung langfristiger Fördermöglichkeiten für die besonders arbeitsmarktferne Zielgruppe.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in einem aktuellen Beitrag von Nadja Bömmel und anderen im IAB-Forum.

Literatur

Autorinnen


DOI: 10.48720/IAB.FOO.GA.20260831.01