Alle unter „Grafik Aktuell“ erschienenen Abbildungen

Anteil der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifbindung ist 2025 nicht weiter gesunken

2. April 2026

Der Anteil der Beschäftigten, die in Betrieben mit Branchentarifvertrag arbeiten, lag im Jahr 2025 bei 42 Prozent und damit rund ein Viertel niedriger als vor 30 Jahren. Die Tarifbindung insgesamt ist seit dem Jahr 2022 relativ stabil geblieben. Der langfristige Rückgang ist vor allem auf das Nachlassen der Branchentarifbindung in der Privatwirtschaft zurückzuführen, im öffentlichen Sektor blieb sie im betrachteten Zeitraum weitgehend stabil. Inwieweit die Tarifbindung die Talsohle inzwischen erreicht hat, bleibt abzuwarten. …weiterlesen

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Beschäftigtenanteilen in Prozent in Betrieben mit Branchentarifvertrag von 1996 bis 2025. Die Linien zeigen die fünf Kategorien Gesamtwirtschaft West, Gesamt, Privatwirtschaft West, Gesamtwirtschaft Ost und Privatwirtschaft Ost. Dabei liegen die Anteile der Beschäftigten in ostdeutschen Betrieben in allen Jahren deutlich unter denen der westdeutschen Betriebe. Insgesamt nehmen die Anteile in allen Kategorien über die Zeit tendenziell ab. Weiter Informationen finden Sie im begleitenden Text. Die Daten stammen aus dem IAB-Betriebspanel. Herausgeber der Grafik ist das IAB. 

Jobcenter-Fachkräfte mit relativ vielen Kund*innen verkürzen eher die einzelnen Kontakte als die Häufigkeit der Gespräche zu reduzieren

18. März 2026

Beratungs- und Vermittlungskräfte in Jobcentern, die relativ viele Leistungsberechtigte betreuen, verwenden pro Kundenkontakt tendenziell weniger Zeit. Das gilt etwa für Erstgespräche, Folgegespräche, Erstellung von Kooperationsplänen oder Vermittlung in Maßnahmen. … weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt Angaben der Jobcenter-Fachkräfte zur Dauer von einzelnen Beratungs- und Vermittlungsleistungen in Minuten. Es handelt sich um die folgenden Kategorien von Beratungs- und Vermittlungsleistungen, geordnet nach ihrer durchschnittlichen Dauer von der kürzesten bis zur längsten: Terminierung des Beratungsgesprächs, Erstellung des Kooperationsplans, Potenzialanalyse, Erstgespräche, Folgeberatungsgespräch, Vermittlung in Aktivierungsmaßnahmen und Erstberatungsgespräch. Dabei wurde die Stichprobe in zwei Gruppen aufgeteilt, diejenigen mit relativ vielen Kund*innen und diejenige mit relativ wenigen Kund*innen. Datenquelle ist Die Online-Jobcenter-Befragung Bürgergeld des IAB (OnJoB). Herausgeber der Grafik ist ebenfalls das IAB.

Der Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen in den letzten zehn Jahren ist weitestgehend dem Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geschuldet

11. März 2026

In Deutschland arbeiten mehr Menschen denn je: Die Zahl der Erwerbstätigen ist seit 2015 um 6,6 Prozent von etwa 43 Millionen auf fast 46 Millionen Menschen im Jahr 2025 gestiegen – ein neuer Rekord. Der alleinige Blick auf die Entwicklung dieses Wertes verkennt jedoch die dramatischen Verschiebungen in der Struktur der Erwerbstätigkeit. … weiterlesen

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland von 2015 bis 2025 in Millionen Personen (jährliche Werte) und die Veränderung von 2015 auf 2025 in Prozent. So ist die Zahl der Erwerbstätigen von 2015 auf 2025 um 6,6 Prozent von etwa 43 Millionen auf fast 46 Millionen Menschen gestiegen. Neben der Erwerbstätigkeit insgesamt sind in der Grafik auch folgende Gruppen erfasst: sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, ausschließlich geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige und Mithelfende. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt ebenfalls zu (+13%). Die Zahl der Selbstständigen und Mithelfenden sowie die der ausschließlich geringfügig Beschäftigten gehen deutlich um etwa 17 beziehungsweise 16 Prozent zurück. Datenquelle für die Abbildung ist die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung des Statistisches Bundesamt (Destatis) und die Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Herausgeber der Grafik ist das IAB.

Ein blinder Fleck in der Teilzeitdebatte: Einschränkungen des Rechtsanspruchs auf Teilzeit würden Frauen stärker treffen als Männer

4. März 2026

Im Dezember 2024 arbeitete bundesweit fast jede zweite Frau nicht in Vollzeit, während es bei den Männern nur 14 Prozent waren. Selbst wenn man berücksichtigt, dass nicht in allen Berufen gleichermaßen Teilzeitarbeit möglich ist, ändert sich nichts an diesem Befund. Daher würden Einschränkungen des Rechtsanspruchs auf Teilzeit Frauen stärker treffen als Männer.
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Das Balkendiagramm zeigt die Teilzeitquote von sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männern und Frauen im Dezember 2024. Im obersten Teil der Grafik werden diese Quoten für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt und getrennt nach Anforderungsniveaus (also für Helfer, Fachkräfte, Spezialisten und Experten) gezeigt. Im unteren Teil der Grafik werden die Teilzeitquoten für drei ausgewählte Berufssegmente (Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe, Fertigungsberufe sowie Handelsberufe) betrachtet. Die Daten stammen aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit und beruhen auf eigenen Berechnungen des IAB.

Die Mehrheit der Jobcenter-Beschäftigten betreut Leistungsberechtigte, die aus ihrer Sicht nicht erwerbsfähig sind

24. Februar 2026

Gesundheitliche Einschränkungen sind unter Grundsicherungsbeziehenden weit verbreitet und mindern ihre Erwerbschancen teils erheblich. Diese Beeinträchtigungen gehen teils so weit, dass die Jobcenter mehrheitlich an der Erwerbsfähigkeit vieler Leistungsbeziehenden zweifeln.
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Die Grafik zeigt Einschätzungen von Jobcenter-Beschäftigten zur Erwerbsfähigkeit von Leistungsberechtigten. 61 Prozent stimmen der Aussage „voll und ganz“ oder „eher“ zu, dass viele der von ihnen betreuten Personen faktisch nicht erwerbsfähig sind. 86 Prozent befürworten einen erleichterten Wechsel in andere Sicherungssysteme wie die Erwerbsminderungsrente oder die Sozialhilfe. Nur 7 Prozent sehen eine Übereinstimmung zwischen den Bewertungen der Jobcenter und der Deutschen Rentenversicherung. Eine Mehrheit lehnt jedoch eine Änderung der gesetzlichen Erwerbsfähigkeitskriterien ab.

Beschäftigungsquoten der ukrainischen Geflüchteten unterscheiden sich regional deutlich

17. Februar 2026

Drei Jahre nach dem Zuzug nach Deutschland ist etwa ein Drittel der ukrainischen Geflüchteten in Arbeit. In einzelnen Bundesländern liegen die Beschäftigungsquoten zum Teil deutlich über oder unter diesem Bundesdurchschnitt. In Süddeutschland und Teilen Ostdeutschlands sind die Beschäftigungsanteile besonders hoch, während sie in anderen Regionen weit unter dem Durchschnitt bleiben. …weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt für jedes Bundesland die durchschnittliche Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter im dritten Jahr nach deren Zuzug nach Deutschland in Prozent. Zusätzlich ist der bundesweite Durchschnitt dargestellt sowie Konfidenzintervalle, die die statistische Unsicherheit der Schätzungen abbilden. Die höchsten Beschäftigungsquoten weisen Bayern und Baden-Württemberg auf, die niedrigsten das Saarland, Nordrhein-Westfalen sowie Teile Norddeutschlands. Weitere Informationen entnehmen sie bitte dem begleitenden Text. Die Daten basieren auf der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, verknüpft mit den Integrierten Erwerbsbiografien des IAB (IEB) und sind gewichtet. Der Beobachtungszeitraum ist 25.02.2022 bis 31.12.2024. Es wurden 2.608. Personen zu 34.168 Zeitpunkten beobachtet. Herausgeber der Grafik ist das IAB.

Der Wunsch von Vollzeitbeschäftigten nach „Lifestyle-Teilzeit“ ist ein Randphänomen

10. Februar 2026

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion will den Teilzeitanspruch an besondere Gründe knüpfen, etwa Kinderbetreuung, Pflege oder Weiterbildung. Zwar möchten viele Vollzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit senken, doch nur wenige wechseln aus reinen Lifestyle-Gründen in Teilzeit. Reduzierungen erfolgen meist wegen Sorgepflichten, Qualifizierung, Gesundheit oder betrieblichen Vorgaben. …weiterlesen

Der Zeitaufwand für die Pflege von nahestehenden Personen ist bei Frauen höher als bei Männern

4. Februar 2026

Ein Großteil der pflegebedürftigen Personen in Deutschland wird zuhause von nahestehenden Personen gepflegt, die diese Pflegetätigkeit nicht im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit ausüben. Frauen verbringen im Durchschnitt wöchentlich mehr Zeit mit dieser sogenannten informellen Pflege als Männer – gleichzeitig arbeiten sie im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit vergleichsweise weniger Stunden pro Woche. …weiterlesen

Die ersten beiden Balken zeigen die durchschnittlichen Stunden, die beschäftigte informell Pflegende wöchentlich mit Pflegetätigkeiten verbringen nach Geschlecht. Die mittleren beiden Balken zeigen die durchschnittlichen tatsächlich geleisteten wöchentlichen Arbeitsstunden von Beschäftigten, die informell pflegen, nach Geschlecht. Die unteren beiden Balken vergleichen die tatsächlich geleisteten wöchentlichen Arbeitsstunden von beschäftigten Frauen und Männern, die nicht informell pflegen. Die Daten stammen aus den Wellen 2-18 des Panels Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS). Es werden nur beschäftigte Personen oberhalb der Minijobgrenze und zwischen 16-65 Jahren berücksichtigt. Dargestellt sind die gewichteten Werte. Herausgeber der Grafik ist das IAB.

Überlegungen und konkrete Pläne von Migrantinnen und Migranten, Deutschland wieder zu verlassen, sind regional sehr unterschiedlich

23. Januar 2026

Auswanderungsüberlegungen und konkrete Auswanderungspläne von Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland leben, sind regional sehr unterschiedlich. Das zeigen die Ergebnisse der IAB-Online-Befragung „International Mobility Panel of Migrants in Germany“ (IMPa), die Ende 2024 und Anfang 2025 durchgeführt wurde. Bundesweit gaben rund 26 Prozent der Befragten an, in den letzten 12 Monaten darüber nachgedacht zu haben, Deutschland wieder zu verlassen. Konkrete Auswanderungspläne sind mit insgesamt 3 Prozent weniger häufig zu beobachten. …weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt für jedes Bundesland den Anteil der befragten Migrantinnen und Migranten mit Auswanderungsüberlegungen sowie mit konkreten Auswanderungsplänen in Prozent. Zusätzlich ist der bundesweite Durchschnitt für beide Größen sowie die dazugehörigen 95-%-Konfidenzintervalle dargestellt. Mehr Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem begleitenden Text. Die Daten stammen aus der repräsentativen Online-Befragung von eingewanderten Personen in Deutschland „International Mobility Panel of Migrants in Germany“ (IMPa) (Feldphase Ende 2024 bis Anfang 2025), und sind gewichtet (N = 41.608).

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