Alle unter „Grafik Aktuell“ erschienenen Abbildungen

Elterngeld: Mindest- und Höchstbetrag haben seit der Einführung real 27 Prozent an Wert verloren

20. März 2025

Die Geburtenrate in Deutschland ist niedrig, laut statistischem Bundesamt lag sie im Jahr 2023 bei 1,35 Geburten je Frau. Die Politik versucht, einen Anreiz zum Kinderkriegen zu schaffen, unter anderem mit dem Elterngeld, das 2007 eingeführt wurde. Der Mindestbetrag liegt hier bei 300 Euro im Monat, der Höchstbetrag bei 1.800 Euro. Diese Beträge wurden, im Gegensatz zu anderen Sozialleistungen, seit der Einführung nicht angepasst und haben somit real an Wert verloren. …weiterlesen

Das Liniendiagramm zeigt die reale Wertentwicklung des Kindergeldes für das erste Kind, den aktuellen Wert eines Entgeltpunktes der gesetzlichen Rentenversicherung, der Grundsicherung, sowie des Mindest- und Höchstbetrags des Elterngeld von 2007 bis 2023. Es zeigt sich, dass das Kindergeld im Vergleich zu 2007 um 18 % gestiegen ist, der Rentenwert um 13 % und der Satz der Grundsicherung um 5 %. Der Mindest- und Höchstbetrag des Elterngeldes hingegen hat real 27 % an Wert verloren. Quelle dieser Werte sind eigene Recherchen. Herausgeber der Grafik ist das IAB.

In tarifgebundenen Betrieben ist der Gender Pay Gap kleiner

7. März 2025

Der Gender Pay Gap ist ein Dauerbrenner in der öffentlichen Debatte, denn die großen Lohnunterschiede zu Ungunsten von Frauen sind in den letzten Jahren kaum geschrumpft. Zugleich zeigt sich: Sowohl in Betrieben mit Branchentarifvertrag als auch in solchen mit Firmentarifverträgen ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen deutlich geringer als in tarifungebundenen Betrieben.…weiterlesen

Die Grafik zeigt die durchschnittlichen Geschlechterlohnlücken in Betrieben für das Verarbeitende Gewerbe, sowie den Dienstleistungssektor für Betriebe ohne Tarifvertrag, mit Branchentarifvertrag und mit Firmentarifvertrag. Im verarbeitenden Gewerbe beträgt die Lohnlücke in Betrieben ohne Tarifvertrag 16%, in Betrieben mit Branchentarifvertrag 13% und in Betrieben mit Firmentarifvertrag 11%. Im Dienstleistungssektor beträgt die Lohnlücke in Betrieben ohne Tarifvertrag 16%, in Betrieben mit Branchentarifvertrag 7% und in Betrieben mit Firmentarifvertrag 10%. Die Auszählungen beziehen sich auf Vollzeitbeschäftigte in Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten, darunter mindestens 5 Männer und 5 Frauen in Vollzeit. Die Auswertung umfasst 1.530 Betriebe. Die Daten stammen aus dem IAB-Betriebspanel (IAB-BP) 9323 v1, Querschnittsmodell und sind gewichtet.

20 Jahre Grundsicherung für Arbeitsuchende: Ein Sicherungssystem in Bewegung

18. Februar 2025

Seit ihrer Einführung zum Jahresbeginn 2005 wurde die Grundsicherung für Arbeitsuchende kontinuierlich reformiert. Besonders hoch war die gesetzgeberische Interventionsdichte in ihrer bis 2011 währenden Konstitutionsphase. In den Folgejahren blieb der gesetzliche Rahmen der Grundsicherung eher konstant, bevor in den durch die COVID-19-Pandemie eingeleiteten Krisenjahren die Zahl an Gesetzesänderungen wieder zunahm. Die letzte große Reform leitete das 2023 in Kraft getretene Bürgergeld-Gesetz ein. …weiterlesen

Die Grafik zeigt die Anzahl der gesetzgeberischen Interventionen im Zusammenhang mit der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Zeitraum von 2004 bis 2025 nach Art der Gesetze. Erfasst werden Änderungen im Grundgesetz, Änderungen an Haushaltsgesetzen, SGB-II-Gesetzen und sonstigen Gesetzen, mit Folgen für das SGB II. Besonders hoch war die gesetzgeberische Interventionsdichte in ihrer bis 2011 währenden Konstitutionsphase. In den Folgejahren blieb der gesetzliche Rahmen der Grundsicherung eher konstant, bevor in den durch die COVID-19-Pandemie eingeleiteten Krisenjahren die Zahl an Gesetzesänderungen wieder zunahm. Die Darstellung beruht auf einer eigenen Recherche des IAB.

Nur wenige Betriebe kennen die „Assistierte Ausbildung flexibel“

15. Januar 2025

Trotz der hohen Zahl an unbesetzten Ausbildungsplätzen bleiben viele Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz erfolglos. Hier setzt das Förderinstrument „Assistierte Ausbildung flexibel“ (AsA flex) an. Arbeitsagenturen stellen es bereit, um Betriebe und junge Menschen in allen Phasen der betrieblichen Ausbildung zu unterstützen. …weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt den Anteil der Betriebe, die die Assistierte Ausbildung flexibel kennen. Basis sind alle ausbildungsberechtigten Betriebe. Die Ergebnisse sind differenziert für neun Branchen und vier Größenklassen ausgewiesen. Datengrundlage ist das IAB-Betriebspanel 2023.

Frauen können ungenutztes Homeoffice-Potenzial seit der Pandemie stärker ausschöpfen

12. Dezember 2024

Im Zuge der Covid-19-Pandemie wurden in den Betrieben die Möglichkeiten zur Arbeit im Homeoffice seit 2020 massiv ausgeweitet. Davon profitierten vor allem Frauen in Jobs, in denen sich mindestens die Hälfte der Tätigkeiten von zu Hause erledigen lässt. …weiterlesen

Die Abbildung zeigt die Nutzung von Homeoffice von Männern und Frauen in Berufen mit hohem, mittlerem oder niedrigem Home-Office-Potenzial vor und nach der Pandemie. Die Daten stammen aus der IAB-Befragung "Linked Personnel Panel" und wurden mittels Regressionsanalysen für 2019 und 2021 ermittelt. Mehr Informationen entnehmen Sie dem begleitenden Text. Es liegen Angaben von 3320 Beschäftigten zugrunde.

Von der geplanten Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns 2025 werden voraussichtlich 17 Prozent der Betriebe betroffen sein

21. November 2024

Der gesetzliche Mindestlohn wird im Januar 2025 von 12,41 Euro auf 12,82 Euro pro Arbeitsstunde erhöht. Das wird voraussichtlich rund 17 Prozent der Betriebe betreffen. Dieser Anteil ist geringer als bei den vorhergehenden Erhöhungen in den Jahren 2022 und 2024. Ebenfalls ist der Unterschied der Mindestlohnbetroffenheit zwischen West- und Ostdeutschland über die Jahre deutlich kleiner geworden. …weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt die Anteile der Betriebe in West,- Ost und Gesamtdeutschland in Prozent, die von den Anhebungen des Mindestlohns im Zeitraum von 2015 bis 2025 betroffen waren. Die bundesweiten Anteile lagen 2015 bei 22%, 2017 bei 9%, 2019 bei 7% und 2020 bei 6%. Nach diesem kontinuierlichen Rückgang gab es im Jahr 2022 einen Anstieg auf 23%. Von 2022 auf 2024 ging der Anteil auf 18% zurück. Dieser Abwärtstrend wird sich auch nach der geplanten Erhöhung zum 1. Januar 2025 fortsetzen und bei 17% liegen. Die Daten stammen aus der Betriebsbefragung „IAB-Betriebspanel“. Weitere Informationen finden sie im zugehörigen Text.

IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar: Wieder etwas mehr Dynamik am Arbeitsmarkt

1. November 2024

Trotz des Transformationsdrucks herrschte bei Job- und Branchenwechseln lange die große Ruhe im deutschen Arbeitsmarkt. Das aktuelle IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar deutet aber erstmals eine Trendwende an …weiterlesen

Die Abbildung zeigt ein aus drei Linien bestehendes Diagramm. Die unterste Linie zeigt den Anteil von Stellenwechseln aus anderen Branchen an allen Einstellungen in Prozent. Die Zeitreihe beginnt bei knapp 44 Prozent und steigt zu Beginn der Coronakrise kurzzeitig an. Dann sinkt sie unter Vorkrisenniveau, normalisiert sich ab Mitte 2021 wieder, fällt aber ab dem Jahr 2022 wieder ab. Die oberste Linie zeigt den Anteil von Bewerbungen aus anderen Branchen an allen Bewerbungen in Prozent. Die Zeitreihe beginnt bei etwa 72 Prozent. Sie steigt mit Beginn der Coronakrise für ca. ein Jahr an. Danach fällt sie unter Vorkrisenniveau und steigt ab Mitte 2022 wieder leicht. Die mittlere zeigt den Verlauf des IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radars in Prozent, dem Mittelwert aus beiden Komponenten. Diese Zeitreihe steigt zu Beginn der Coronakrise an, fällt dann aber bis 2023 deutlich ab. Alle Zeitreihen zeigen im Jahr 2024 eine leichte Trendwende. Quelle: LinkedIn, eigene Berechnungen.

Schutzsuchende aus der Ukraine unterscheiden sich in Alter und Geschlecht von jenen aus anderen Ländern

22. Oktober 2024

Der Zustrom von Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Herkunftsländern weist signifikante demografische Unterschiede auf. Während unter den ukrainischen Staatsangehörigen Frauen im erwerbsfähigen Alter dominieren, sind es bei Schutzsuchenden aus anderen Ländern mehrheitlich junge Männer. Beide Gruppen weisen eine hohe Zahl an Kindern unter 16 Jahren auf. … weiterlesen

Die Grafik zeigt eine Alters- und Geschlechtspyramide der Schutzsuchenden in Deutschland am 31.12.2023. Auf der vertikalen Achse sind Altersgruppen von 0 bis über 95 Jahre in Zehnjahresschritten zu sehen. Die horizontale Achse zeigt die Anzahl der Schutzsuchenden, unterteilt nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit (ukrainische und andere), wobei Männer auf der linken und Frauen auf der rechten Seite abgebildet sind. Weitere Informationen finden Sie im begleitenden Text. Die Daten stammen aus dem Statistischen Bundesamt und eigenen Berechnungen des IAB.

Der russische Angriff auf die Ukraine verringerte Vertrauen und Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland

10. Oktober 2024

Der russische Angriff auf die Ukraine hat die mentale Gesundheit, das soziale Vertrauen und die Lebenszufriedenheit deutscher Jugendlicher erheblich gesenkt. Dies könnte unter anderem Einfluss auf die Bildungsinvestitionen dieser Jugendlichen haben und somit auch Auswirkungen für die Wirtschaft in Deutschland nach sich ziehen. … weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf Vertrauen und Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland. Die Werte stammen aus der IAB-Studie „Corona und Du“. Befragt wurde vor und nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022. Der Anteil der Jugendlichen mit hohem sozialem Vertrauen sinkt zwischen November 2020 und März 2022 von 64,0% auf 53,7%. Der Anteil der Jugendlichen mit guter mentaler Gesundheit sinkt zwischen Februar 2020 und März 2022 von 58,8% auf 50,3%. Der Anteil derer mit hoher Lebenszufriedenheit geht zwischen den letztgenannten Zeitpunkten von 64,1 auf 61,1% zurück, wohingegen der Anteil der Jugendlochen mit gelegentlichen oder häufigen Angstzuständen in der gleichen Zeit von 58,1% auf 75,0 Prozent steigt.

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