Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Neuzugänge in die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) in den Jahren 2021 bis 2024. Die einzelnen Säulen sind gestapelt und zeigen die Anteile der Arbeitslosen, Beschäftigten und Sonstigen, aus denen sich die Gesamtzahl im jeweiligen Jahr zusammensetzt, in Prozent. Mehr Informationen dazu finden Sie im begleitenden Text. Datenquell: Berufsberatung im Erwerbsleben (BBE V01.01.00-202510), Integrierte Erwerbsbiografien (IEB V17.02.00-202412). Herausgeber der Grafik ist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Technologischer Fortschritt und struktureller Wandel verändern berufliche Anforderungen und erhöhen für viele Menschen den Bedarf an beruflicher Orientierung. Mit der „Berufsberatung im Erwerbsleben“ (BBiE) bietet die Bundesagentur für Arbeit seit 2021 bundesweit eine Beratung an, die Menschen bei ihrer beruflichen Neu- und Umorientierung unterstützt. Sie richtet sich dabei auch an Personen, die vor einem beruflichen Wiedereinstieg stehen.

Dabei ist die Zahl der Personen, die erstmals eine Beratung im Rahmen der BBiE in Anspruch nehmen, in den ersten drei Jahren kontinuierlich gestiegen, lediglich 2024 ist ein leichter Rückgang zu beobachten. Dennoch lag die Zahl der Erstberatenen im Jahr 2024 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) mit rund 125.000 Personen um fast 40 Prozent höher als  2021.

Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmenden sind Beschäftigte – die Hauptzielgruppe der BBiE. Ihr Anteil ist über die Zeit vergleichsweise stabil geblieben, lediglich im Jahr 2024 ist ein leichter Rückgang zu beobachten.

Deutlichere Veränderungen zeigen sich dagegen bei Personen, die zum Zeitpunkt des Erstkontakts arbeitslos gemeldet waren oder Arbeitslosengeld bezogen haben. Sie bilden zwar weiterhin eine deutlich kleinere Gruppe, ihr Anteil ist jedoch von 12 Prozent im Jahr 2021 auf 20 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Dieser Anstieg fällt zeitlich mit einer Verschlechterung der allgemeinen Arbeitsmarktlage zusammen.

Die dritte hier dargestellte Gruppe umfasst Personen mit sonstigem Arbeitsmarktstatus, darunter beispielsweise Selbstständige und geringfügig Beschäftigte, aber auch Personen, die vor einem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt stehen. Ihr Anteil ist seit 2021 um rund 5 Prozentpunkte zurückgegangen.

Autorin

Anna Heusler

DOI: 10.48720/IAB.FOO.GA.20261026.01