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Der russische Angriff auf die Ukraine verringerte Vertrauen und Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland

10. Oktober 2024

Der russische Angriff auf die Ukraine hat die mentale Gesundheit, das soziale Vertrauen und die Lebenszufriedenheit deutscher Jugendlicher erheblich gesenkt. Dies könnte unter anderem Einfluss auf die Bildungsinvestitionen dieser Jugendlichen haben und somit auch Auswirkungen für die Wirtschaft in Deutschland nach sich ziehen. … weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf Vertrauen und Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland. Die Werte stammen aus der IAB-Studie „Corona und Du“. Befragt wurde vor und nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022. Der Anteil der Jugendlichen mit hohem sozialem Vertrauen sinkt zwischen November 2020 und März 2022 von 64,0% auf 53,7%. Der Anteil der Jugendlichen mit guter mentaler Gesundheit sinkt zwischen Februar 2020 und März 2022 von 58,8% auf 50,3%. Der Anteil derer mit hoher Lebenszufriedenheit geht zwischen den letztgenannten Zeitpunkten von 64,1 auf 61,1% zurück, wohingegen der Anteil der Jugendlochen mit gelegentlichen oder häufigen Angstzuständen in der gleichen Zeit von 58,1% auf 75,0 Prozent steigt.

Digitale und KI-Technologien verändern inzwischen verstärkt auch die Arbeitswelt von Frauen

6. September 2024

Durch die fortschreitende Digitalisierung und die wachsenden Einsatzmöglichkeiten von KI-Technologien können immer mehr berufliche Tätigkeiten automatisiert werden. Der Anteil dieser Tätigkeiten wird als Substituierbarkeitspotenzial bezeichnet. Im Verlauf der letzten Jahre zeigt sich eine deutliche Zunahme von Beschäftigten in Berufen mit einem hohen Substituierbarkeitspotenzial, wobei sich die Arbeitswelt der Frauen mittlerweile stärker verändert als die der Männer. … weiterlesen

Die Grafik zeigt die Zahlen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berufen mit hohem, mittlerem und niedrigen Substituierbarkeitspotenzial in den Jahren 2013 und 2022 als gestapeltes Säulendiagramm. Die Grafik ist zweigeteilt, links sind die Werte für Frauen und rechts die für Männer angegeben. Des Weiteren wird je die Veränderung für von 2013 auf 2022 in Prozentpunkten ausgewiesen. In einem Beruf mit hohem Substituierbarkeitspotenzial sind mehr als 70% der Tätigkeiten automatisierbar, in einem Beruf mit mittlerem zwischen 30% und 70 % und in einem Beruf mit niedrigem weniger als 30 %. Es zeigt sich, dass die Zahl der Männer, die in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial arbeiten von 2013 auf 2022 von 3,39 auf 7,81 Millionen gestiegen ist. Bei den Frauen von 1,14 auf 5,22 Millionen. Die Zahl der Männer in Berufen mit mittlerem Substituierbarkeitspotenzial ist von 6,98 auf 7,95 Millionen gestiegen. Bei den Frauen ist dieser Wert von 6,54 auf 6,38 Millionen gesunken. Die Zahl der Männer in Berufen mit niedrigem Substituierbarkeitspotenzial ist von 5,93 auf 2,64 Millionen gesunken. Bei den Frauen von 6,47 auf 4,41 Millionen gesunken. Weitere Informationen finden Sie im begleiteten Text. Die Werte sind von den Autoren berechnet und basieren auf Daten aus dem Berufenet und der Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Kündigungen durch das Personal sind der häufigste Grund für beendete Beschäftigungsverhältnisse

2. August 2024

Während im ersten Halbjahr 2023 die Kündigungen durch die Beschäftigten weiterhin die Personalabgänge dominieren, macht sich auch die wirtschaftliche Eintrübung bemerkbar: Arbeitgeberseitige Kündigungen steigen nach zwei Jahren erstmals wieder leicht an. Zugleich verlieren auslaufende befristete Verträge – dem Trend der Vorjahre folgend – weiter an Relevanz. … weiterlesen

Das Liniendiagramm zeigt die Gründe für die Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen von 1996 bis 2023 in Deutschland. Die einzelnen Werte sind je Anteile an allen beendeten Beschäftigungsverhältnissen in Prozent. Es werden folgende sieben Gründe als Linien dargestellt: - Kündigung durch Beschäftigte: Linie auf höchstem Niveau. Abgesehen von zwei Einbrüchen 2009 und 2020 steigender Trend. - Kündigung durch Arbeitgeber: Linie mit leichten Schwankungen auf relativ gleichbleibendem, zweithöchstem Niveau, abgesehen von zwei Spitzen in den Jahren 2009 und 2020. - Befristungsende: relativ flache Linie mit abnehmendem Trend. Bis 2021 an dritthöchster Position, danach an vierthöchster. - Renteneintritt: relativ flache Linie, Tendenz leicht steigend. Ab 2022 dritthöchste Linie, davor vierthöchste. - Einvernehmliche Aufhebung: relativ konstant, fünfhöchstes Niveau. - Ausbildungsende und Versetzung im Unternehmen: Beide Linien haben nur schwache Schwankungen und verlaufen beide auf einem fast gleichen unteren Niveau. Die Daten beziehen sich jeweils auf das erste Halbjahr eines jeden Jahres. Datenquelle ist das IAB-Betriebspanel.

Gender Pay Gap variiert stark zwischen den Branchen

3. Juli 2024

Der Gender-Pay-Gap ist ein viel diskutiertes Thema im Kontext der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Bei einer differenzierten Analyse sollte der Blick auf die verschiedenen Branchen nicht fehlen, denn er deckt deutliche Unterschiede bei der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen auf. … weiterlesen

das Balkendiagramm zeigt den unbereinigten und den bereinigten Gender-Pay-Gap in den verschiedenen Branchen im Jahr 2021. Der dargestellte Mehrverdienst von Männern gegenüber Frauen in Prozent basiert auf den Tagesentgelten von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten. Die Daten stammen aus der Stichprobe integrierter Erwerbsbiographien (SIAB7521). Genauerer Informationen zu dieser Grafik finden Sie im begleitenden Text.

Männer in Teilzeit nehmen nur selten an beruflicher Weiterbildung teil

5. Juni 2024

Teilzeitbeschäftigte haben schlechtere Arbeitsbedingungen als Vollzeitbeschäftigte und verdienen pro Stunde auch weniger. Nehmen Teilzeitbeschäftigte daher auch weniger an Weiterbildung teil? Die Antwort ist ja, allerdings fällt der Unterschied bei Männern wesentlich deutlicher aus als bei Frauen. … weiterlesen

Das Balkendiagramm zeigt die Anteile von teil- und vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern, die in Deutschland an non-formalen Weiterbildungen teilnehmen, in Prozent. Die vier Werte sind je Durchschnitte im Zeitraum von 2011 bis 2022. Sie stammen aus Berechnungen des IAB auf Basis der NEPS Startkohorte 6. Weitere Informationen zur Grafik finden Sie im begleitenden Text.

Eine abgeschlossene Ausbildung lohnt sich

10. Mai 2024

Männer, die eine im Jahr 2000 begonnene duale Berufsausbildung abgeschlossen haben, waren in den 20 Jahren nach Ausbildungsbeginn 4.540 Tage sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das ist rund 1,5 Mal länger als bei Männern, die ihre Ausbildung abgebrochen haben und auch danach keinen Berufsabschluss erworben haben (3.100 Tage). Frauen mit abgeschlossener Berufsausbildung sind gegenüber denen ohne 1,6 Mal länger beschäftigt. Betrachtet man die Zeiten der der Arbeitslosigkeit, zeigt sich, dass Personen mit Berufsabschluss deutlich kürzer arbeitslos sind als Personen ohne Abschluss. Dieses Verhältnis beträgt bei Männern 1:3,1 und bei Frauen 1:2,6.

Das Säulendiagramm zeigt Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen mit und ohne abgeschlossene duale Berufsausbildung in den 20 Jahren nach Ausbildungsbeginn im Jahr 2000. Die Säulenhöhe zeigt die Dauern in Tagen und die Säulen sind so gegliedert, dass sich jeweils die Tage der Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit von Personen mit und ohne abgeschlossene Ausbildung gegenüberstehen. zusätzlich wird das Verhältnis dieser Dauern genannt. Die zu Grunde liegenden Daten stammen aus der IAB-Beschäftigtenhistorik V10.06.00 und den Integrierten Erwerbsbiografien V16.00.00-202012. Weitere Informationen finden Sie im Text zur Grafik.

Erwerbstätigkeit ukrainischer Geflüchteter in Deutschland: Mütter haben die geringeren Erwerbschancen

11. April 2024

Neben Faktoren wie Deutschkenntnissen, Bildungsabschlüssen und Bleibeabsichten beeinflusst auch die Haushaltskonstellation die Erwerbschancen von ukrainischen Geflüchteten in Deutschland.
Familiäre Verpflichtungen wirken sich insbesondere für Frauen negativ auf die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit aus. So liegt in Familien mit Kindern der Anteil der erwerbstätigen Frauen rund 10 Prozentpunkte unter dem der Männer. In Familien ohne Kinder hingegen sind Frauen häufiger erwerbstätig als Männer.
Wegen der mitunter schwierigen Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung sind die Erwerbstätigenquoten von Alleinerziehenden eher niedrig. Dies fällt besonders bei den Frauen ins Gewicht, da über ein Drittel von Ihnen alleinerziehend sind.
Weitere Informationen finden Sie im IAB-Kurzbericht 14/2023.

Das Balkendiagramm zeigt die Anteil ukrainischer Geflüchteter, die eine anhängige oder selbständige Tätigkeit ausüben, nach Haushaltskonstellation, in Prozent. Unterschieden wird nach Männern und Frauen. Mehr Informationen dazu finden sie im begleitenden Text.

Anteil der beruflichen Tätigkeiten, die automatisiert werden könnten, variiert regional erheblich

12. März 2024

Das Substituierbarkeitspotenzial gibt an, in welchem Ausmaß Berufe potenziell durch den Einsatz von digitalen Technologien und KI ersetzbar sind.

Bei der Aktualisierung der Daten für das Jahr 2022 zeigt sich, dass in Deutschland durchschnittlich 38 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem Beruf arbeiten, in dem das Substituierbarkeitspotenzial hoch ist, also bei über 70 % liegt (siehe auch IAB-Kurzbericht 5/2024).
Dabei weisen nach wie vor das Saarland, Baden-Württemberg und Thüringen die höchsten Anteile an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berufen mit einem solch hohen Substituierbarkeitspotenzial auf. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt sind diese Anteile am niedrigsten.

Weitere Informationen auf Ebene der Bundesländer und Arbeitsmarktregionen finden Sie in der Interaktiven Statistik der Bundesagentur für Arbeit „Strukturwandel nach Berufen“.

Die Deutschland-Karte ist unterteilt in Bundesländer und zeigt die Anteile der sozialvericherungspflichtig Beschäftigten, die in einem Beruf mit einem Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 70 Prozent arbeiten. Vor allem die Bundesländer im Nordosten Deutschlands liegen über Durchschnittswert von 38 Prozent. Mehr Informationen finden Sie im begleiteten Text.

Die Reallöhne im Pflegebereich haben sich zuletzt unterschiedlich entwickelt

21. Dezember 2023

Trotz nomineller Lohnzuwächse sind die durchschnittlichen Reallöhne der Beschäftigten in der Krankenpflege aufgrund der starken Inflation im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr gefallen. In den Altenpflegeberufen hingegen blieben die Reallöhne auch im Krisenjahr 2022 konstant oder legten sogar noch zu. Längerfristig betrachtet haben die Reallöhne im gesamten Pflegebereich deutlich zugelegt, am stärksten bei den Helfern in der Altenpflege. Diese verdienten im Jahr 2022 real 29 Prozent mehr als 10 Jahre zuvor, bei den Fachkräften in der Altenpflege waren es 26 Prozent. In der Krankenpflege waren es bei den Fachkräften 10, bei den Helfern 8 Prozent mehr. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in der Publikation Entgelte von Pflegekräften 2022.

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Reallöhne ausgewählter Berufe von 2012 bis 2022, wobei es sich um indizierte Werte handelt, d. h. für das Jahr 2012 wurden alle Werte auf Null gesetzt. Betrachtet werden Helfer und Fachkräfte in der Krankenpflege, Helfer und Fachkräfte in der Altenpflege sowie Helfer, Fachkräfte und Beschäftigte insgesamt. Die Daten stammen aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, dem Statistisches Bundesamt und eigenen Berechnungen des IAB.

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